Tumore
Gutartige und bösartige Tumore der Haut und des Weichgewebes
Tumore der Haut und des Weichgewebes umfassen ein breites Spektrum an Gewebeveränderungen – von harmlosen gutartigen Befunden bis hin zu bösartigen Tumoren, die einer raschen und umfassenden Behandlung bedürfen. Die Plastische Chirurgie spielt bei der Versorgung beider Gruppen eine zentrale Rolle: sowohl bei der vollständigen Entfernung des Tumors als auch bei der anschließenden Rekonstruktion des betroffenen Bereichs.
Gutartige Tumore
Zu den häufigen gutartigen Weichgewebetumoren zählen Lipome, Fibrome, Ganglien und Atherome. Sie wachsen langsam, verdrängen umliegendes Gewebe, ohne es zu zerstören, und metastasieren nicht. Eine Entfernung ist indiziert, wenn der Tumor Beschwerden verursacht, mechanisch stört, sich verändert oder aus diagnostischer Unsicherheit heraus entnommen werden soll. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung.
Bösartige Tumore und ihre Besonderheiten
Bösartige Hauttumoren – allen voran das Basalzellkarzinom, das Plattenepithelkarzinom und das maligne Melanom – erfordern eine vollständige chirurgische Entfernung mit ausreichendem Sicherheitsabstand. Die histologische Schnellschnittuntersuchung während des Eingriffs stellt sicher, dass alle Tumorzellen erfasst wurden. Je nach Lokalisation und Größe des Defekts schließt sich unmittelbar eine rekonstruktive Maßnahme an – von der einfachen Naht über lokale Lappenplastiken bis hin zu komplexen mikrochirurgischen Rekonstruktionen.
Rekonstruktion nach Tumorentfernung
Die Wiederherstellung von Funktion und Erscheinungsbild nach einer Tumoroperation ist ein Kerngebiet der Plastischen Chirurgie. Besonders im Gesichtsbereich, an der Hand oder an anderen exponierten Körperstellen ist eine sorgfältige Rekonstruktion entscheidend für die Lebensqualität der Patienten. Ziel ist stets ein Ergebnis, das sowohl funktionell überzeugt als auch ästhetisch so unauffällig wie möglich ist.
Zusammenfassung
- Behandlung gutartiger und bösartiger Tumore der Haut und des Weichgewebes
- Vollständige Entfernung mit histologischer Sicherung der Schnittränder
- Rekonstruktion des Defekts je nach Größe und Lokalisation
- Lokale Lappenplastiken bis hin zu mikrochirurgischen Verfahren
- Wiederherstellung von Funktion und ästhetischem Erscheinungsbild als Therapieziel