Dupuytren
Was ist die Dupuytren-Kontraktur?
Die Dupuytren-Kontraktur ist eine gutartige, fortschreitende Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Dabei verdickt und verkürzt sich die Palmarfaszie – eine faserige Schicht unter der Haut der Handfläche – und bildet tastbare Stränge und Knoten. Im Verlauf werden einzelne Finger zunehmend in eine Beugestellung gezogen, die sich nicht mehr willentlich strecken lässt. Besonders häufig betroffen sind der Ring- und der Kleinfinger.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genaue Ursache der Dupuytren-Kontraktur ist bis heute nicht vollständig geklärt. Eine genetische Veranlagung spielt eine zentrale Rolle – die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf und ist in nordeuropäischen Bevölkerungsgruppen besonders verbreitet. Als begünstigende Faktoren gelten höheres Lebensalter, männliches Geschlecht, Diabetes mellitus, Alkoholkonsum sowie bestimmte Medikamente. Körperliche Belastung allein gilt nicht als Ursache.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. In frühen Phasen mit noch geringer Kontraktur kann eine Nadelaponeurotomie – ein minimalinvasives Verfahren, bei dem die Stränge durch Nadelstiche durchtrennt werden – oder eine Kollagenase-Injektion eingesetzt werden. Bei ausgeprägten Befunden ist die operative Entfernung der veränderten Gewebsstränge (Fasziektomie) die Methode der Wahl. Sie ermöglicht die zuverlässigste Korrektur der Beugekontraktur und eine langfristige Verbesserung der Handfunktion.
Nachsorge und Rehabilitation
Nach dem Eingriff ist eine gezielte Handtherapie entscheidend für ein optimales Ergebnis. Spezielle Dehnübungen und das Tragen einer individuell angepassten Schiene helfen dabei, die gewonnene Streckfähigkeit dauerhaft zu erhalten. Die vollständige Rehabilitationsphase dauert je nach Schweregrad mehrere Wochen bis Monate.
Zusammenfassung
- Behandlung der fortschreitenden Beugekontraktur der Finger
- Minimalinvasive Optionen: Nadelaponeurotomie oder Kollagenase-Injektion
- Operative Fasziektomie bei ausgeprägten Befunden
- Gezielte Handtherapie und Schienenversorgung nach dem Eingriff
- Langfristige Verbesserung der Handfunktion und Lebensqualität